Rechtslage

Welche Optionen sind gegeben, um eine osteuropäische Betreuungskraft in Deutschland zu beschäftigen?

a) Entsendung

Die Betreuungskraft ist bei einem Unternehmen im Heimatland angestellt und wird in Deutschland, im Rahmen des Entsendeverfahren, eingesetzt. Sozialabgaben und Steuern werden vom Arbeitgeber der Betreuungskraft im Heimatland abgeführt. Der Nachweis für die Legalität des Arbeitseinsatzes ist die A1-Bescheinigung. Die A1-Bescheinigung muss für jeden einzelnen Arbeitseinsatz, für jede einzelne Betreuungskraft, von der zuständigen Sozialversicherungsbehörde, im Heimatland der Betreuerin, ausgestellt werden.

Die Familie muss sich nicht um die Abfuhr von Steuern und Sozialabgaben kümmern.

Prosenior bietet diese Variante an, kooperiert mit mehreren osteuropäischen Unternehmen, die entsprechend lizensiert für dieses Verfahren sind.

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b) Arbeitnehmerüberlassung

Die Betreuungskraft ist bei einem Zeitarbeitsunternehmen, welches die erforderliche Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland besitzt, angestellt. Sozialabgaben und Steuern werden vom Arbeitgeber der Betreuungskraft in Deutschland abgeführt. Der Nachweis für die Legalität des Arbeitseinsatzes ist die entsprechende Lizenz, die von der Bundesagentur für Arbeit, für den Arbeitgeber der Betreuerin, vorliegen muss.

Die Familie muss sich nicht um die Abfuhr von Steuern und Sozialabgaben kümmern.

Prosenior bietet diese Variante an, kooperiert mit polnischen Unternehmen, die entsprechend lizensiert sind.

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c) Selbständigkeit

Die Betreuungskraft arbeitet auf selbstständiger Basis. Die Gründung des Unternehmens kann im Heimatland oder in Deutschland erfolgen. Für Selbstständige gilt der gesetzliche Mindestlohn nicht. Die Betreuungskraft stellt dem Kunden eine Rechnung aus, ist eigenverantwortlich für die Abführung von Steuern und Sozialabgaben.

Rechtlich ist diese Variante in Deutschland sehr umstritten, es besteht die Gefahr, dass die deutschen Behörden diese Variante als Scheinselbstständigkeit ansehen, mit Konsequenzen für die Betreuungskraft, wie auch die Familie.

Lassen Sie sich ggfs. von einem Steuerberater beraten, bevor Sie diese Variante wählen.

d) Anstellung

Die Betreuungskraft kann auch direkt von der Familie angestellt werden; die Familie ist dann der Arbeitgeber der Betreuungskraft. Die Familie ist verantwortlich für das Abführen der Lohnsteuer, sowie der Sozialversicherungsbeiträge. Zu bedenken ist auch, dass die Betreuungskraft sowohl Anspruch auf Urlaub hat, wie auch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Nähere Informationen zu dieser Variante erhalten Sie von der Bundesanstalt für Arbeit.

Integration von Flüchtlingen als Chance für den Pflegesektor

Der demografische Wandel erfordert intensive Anstrengungen, um einen eklatanten Pflegekräftemangel zu verhindern. Nach aktuellen Erhebungen der Bertelsmann-Stiftung werden im Jahr 2030 ca. 430.000 Pflegefachkräfte fehlen, um alle Bürger ausreichend versorgen zu können.

Auch unsere osteuropäischen Nachbarstaaten verfügen nicht über unendliche Personalressourcen, werden versuchen, ihre Fachkräfte im eigenen Land zu halten, denn auch in Polen, Tschechien, Slowakei etc. gibt es einen demografischen Wandel.

Höhere Entlohnung und ein besserer sozialer Status (beides dringend notwendig) allein werden nicht ausreichen, um hunderttausenden Deutschen die Arbeit als Pflegekraft schmackhaft zu machen.

Die Integration von Flüchtlingen, ihre Ausbildung in Pflegeberufen, sollte als große Chance begriffen werden, einen Pflegenotstand in Deutschland zu verhindern.

Pflegekräftebedarf 2030

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